"Planung Fachbereiche"

der agile coach

Aus Wünschen wird Commitment.

Viele Besprechungen beginnen mit einer langen Liste von Themen und enden mit einem guten Gefühl. Das Problem dabei: Gute Gefühle liefern keine Ergebnisse.

Die Planung verfolgt deshalb ein anderes Ziel.

Am Ende der Planung muss für alle Beteiligten klar sein, was in der kommenden Woche erreicht werden soll und wozu sich das Team verbindlich committen kann.

Genau deshalb ist die Planung keine reine Aufgabenverteilung und auch kein Wunschkonzert des Fachbereichsleiters. Sie ist vielmehr eine Verhandlung zwischen zwei Seiten, die beide eine wichtige Perspektive einbringen.

Der Fachbereichsleiter vertritt die Interessen des Unternehmens. Er kennt die Prioritäten, die Erwartungen der Stakeholder und die Bedeutung der einzelnen Themen für den Geschäftserfolg. Das Team wiederum kennt die tatsächlichen Kapazitäten, die fachlichen Herausforderungen und den Aufwand, der hinter den einzelnen Aufgaben steckt.

Erst wenn beide Perspektiven zusammenkommen, entsteht ein realistischer Plan.

Die größte Gefahr einer Planung besteht darin, dass über Aufgaben gesprochen wird, obwohl noch gar kein gemeinsames Verständnis über das gewünschte Ergebnis existiert. Was genau bedeutet „fertig“? Woran erkennen wir, dass die Aufgabe erfolgreich abgeschlossen wurde? Welche Qualität wird erwartet?

Deshalb investiert ein gutes Team in das gemeinsame Verständnis von Zielbild und Definition of Done. Missverständnisse, die hier entstehen, kosten später ein Vielfaches an Zeit, Energie und erzeugen Frustration.

Doch selbst die beste Planung verfehlt ihren Zweck, wenn sie ohne klares Commitment endet.

Ein Team, das lediglich Aufgaben entgegennimmt, übernimmt noch keine Verantwortung. Verantwortung entsteht erst dann, wenn Menschen bewusst zusagen:

„Ja, wir glauben, dass wir dieses Ziel in der kommenden Woche erreichen können.“

Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Aufgaben auf die Liste zu schreiben. Im Gegenteil. Hochleistungsteams konzentrieren sich auf die Ergebnisse, die sie mit hoher Wahrscheinlichkeit erreichen können. Alles, was darüber hinaus gelingt, ist Over-Performance und wird entsprechend wertgeschätzt.

Die Planung schafft damit etwas, das in vielen Organisationen fehlt: Verbindlichkeit.

Sie sorgt dafür, dass Fachbereichsleiter und Team mit Commitment auseinandergehen. Dass alle wissen, was wichtig ist. Dass die Erwartungen klar sind.

Eine gute Planung erkennt man daran, dass jeder Teilnehmer den Raum mit einem klaren Bild vor Augen verlässt:

Das ist unser Ziel. Das bedeutet für uns „fertig“. Und dazu committen wir uns gemeinsam.

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Ziel.

Die Weekly Planung dient der gemeinsamen Ausrichtung auf die kommende Arbeitswoche.

Ziel ist es, die wichtigsten Themen für die nächste Woche festzulegen, verfügbare Kapazitäten zu berücksichtigen und ein gemeinsames Commitment aller Beteiligten zu schaffen.

Am Ende der Planung besteht Klarheit darüber:

  • Welche Themen Priorität haben.
  • Worauf sich das Team fokussiert.
  • Welche Abhängigkeiten bestehen.
  • Welche Unterstützung benötigt wird.
  • Woran der Erfolg der Woche gemessen wird.

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Ablauf.

1. Rückblick.

Kurzer Blick auf die vergangene Woche:

  • Was wurde erreicht?
  • Welche Themen sind offen geblieben?
  • Welche Erkenntnisse ergeben sich daraus?

2. Prioritäten.

Vorstellung der Prioritäten aus dem Prep.

Dabei wird erläutert:

  • Warum diese Themen wichtig sind.
  • Welchen Beitrag sie zum Etappenziel leisten.
  • Welche Abhängigkeiten berücksichtigt werden müssen.

3. Kapazitäten.

Gemeinsame Betrachtung der verfügbaren Kapazitäten:

  • Urlaub.
  • Abwesenheiten.
  • Sonderaufgaben.
  • Kritische Termine.

4. Vom WAS zum WIE.

Das Team legt (ohne FB-Leiter) gemeinsam fest:

  • Ziele in Tasks runterbrechen.
  • Welche Themen aktiv bearbeitet werden.
  • Welche Themen bewusst zurückgestellt werden.
  • Welche Ergebnisse bis zum Ende der Woche erreicht werden sollen.

5. Risiken.

Identifikation möglicher Risiken:

  • Ressourcenengpässe.
  • Entscheidungsbedarfe.
  • Externe Abhängigkeiten.
  • Vereinbarung notwendiger Unterstützungsmaßnahmen.

6. Commitment

Abschluss mit einem gemeinsamen Commitment:

Auf diese Themen fokussieren wir uns in der kommenden Woche.

 

Dauer: ca. 60 Minuten

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Teilnehmer und deren Haltung.

Pflichtteilnehmer

  • Fachbereichsleiter
  • Teammitglieder
  • AGILECOACH

Optionale Teilnehmer

  • Vertreter angrenzender Bereiche
  • Product Owner anderer Teams
  • Stakeholder bei relevanten Abhängigkeiten

 

Fachbereichsleiter

Ich erscheine mit der Haltung:

  • Ich gebe Orientierung statt Aufgaben zu verteilen.
  • Ich vermittle Sinn und schaffe Verständnis für Prioritäten.
  • Ich erläutere Entscheidungen transparent und nachvollziehbar.
  • Ich vertraue auf die Kompetenz meines Teams.
  • Ich beschreibe das WAS und das WARUM, nicht das WIE.
  • Ich nutze die Planung als wichtigsten Führungsmoment der Woche.
  • Ich respektiere die Zeit aller Beteiligten als wertvolle und begrenzte Ressource.
  • Ich schaffe einen Rahmen, in dem Bedenken, Risiken und Herausforderungen offen angesprochen werden können.
  • Ich fördere psychologische Sicherheit und konstruktiven Austausch.
  • Ich unterstütze das Team dabei, realistische und erreichbare Commitments einzugehen.

Leitsatz

„Ich schaffe Klarheit über Richtung und Prioritäten und vertraue dem Team bei der Umsetzung.“


Teammitglieder

Wir erscheinen mit der Haltung:

  • Wir begegnen dem Fachbereichsleiter auf Augenhöhe.
  • Wir bringen unser Wissen und unsere Erfahrung aktiv ein.
  • Wir verbinden unterschiedliche Perspektiven zu einer gemeinsamen Lösung.
  • Wir übernehmen Verantwortung für den Erfolg der gesamten Woche.
  • Wir committen uns auf realistische und erreichbare Ziele.
  • Wir sprechen Risiken und Bedenken frühzeitig an.
  • Wir schaffen Transparenz über unsere Kapazitäten und Herausforderungen.
  • Wir stellen das gemeinsame Ziel über individuelle Interessen.
  • Wir unterstützen uns gegenseitig bei der Erreichung unserer Commitments.
  • Wir tragen gemeinsam Verantwortung für den Erfolg des Teams.

Leitsatz

„Wir planen nicht nur unsere Arbeit, sondern übernehmen Verantwortung für den Erfolg der gesamten Woche.“


AGILECOACH

Ich erscheine mit der Haltung:

  • Ich höre aufmerksam zu und beobachte die Dynamik zwischen Team und Fachbereichsleiter.
  • Ich schütze den Prozess und den Zweck der Planung.
  • Ich achte auf Fokus, Zielklarheit und Ergebnisorientierung.
  • Ich fördere die Beteiligung aller relevanten Perspektiven.
  • Ich unterstütze dabei, Diskussionen zu strukturieren und zu fokussieren.
  • Ich achte auf klare Ziele und eindeutige Definition of Done.
  • Ich stärke die Selbstorganisation des Teams.
  • Ich greife nur dort aktiv ein, wo dies dem Team einen erkennbaren Mehrwert bietet.
  • Ich unterstütze das Team dabei, gute Entscheidungen zu treffen, ohne sie selbst zu treffen.

Leitsatz

„Ich unterstütze das Team dabei, gute Entscheidungen zu treffen, ohne sie selbst zu treffen.“

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FAQ´s

Braucht es die Planung jede Woche? Wir wissen doch, was zu tun ist.

Antwort

Gerade deshalb lohnt sich die Planung.

Zwischen zwei Wochen verändern sich häufig Prioritäten, Rahmenbedingungen oder Kapazitäten.

Die Planung stellt sicher, dass alle Beteiligten weiterhin dieselben Ziele verfolgen und ihre Energie auf die wichtigsten Themen konzentrieren.

Die Planung schafft nicht Arbeit. Sie schafft Fokus.


Warum planen wir überhaupt gemeinsam?

Antwort

Weil Commitment stärker ist als Zuweisung.

Wenn Ziele gemeinsam besprochen und verstanden werden, steigt die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass sie auch erreicht werden.

Die Planung sorgt dafür, dass nicht nur Aufgaben verteilt werden, sondern ein gemeinsames Verständnis entsteht.

Menschen committen sich stärker zu Zielen, die sie verstanden haben.


Ist die Planung nicht Aufgabe des Fachbereichsleiters?

Antwort

Der Fachbereichsleiter verantwortet Prioritäten und Orientierung.

Das Commitment entsteht jedoch gemeinsam mit dem Team.

Der Fachbereichsleiter bringt das WAS und WARUM ein.

Das Team bringt seine Erfahrung, Kapazität und fachliche Einschätzung ein.

Erst aus beidem entsteht eine realistische Planung.


Warum sprechen wir über Kapazitäten?

Antwort

Weil Überlastung selten zu besseren Ergebnissen führt.

Die Planung soll sicherstellen, dass Commitments realistisch bleiben.

Urlaub, Abwesenheiten, Sonderaufgaben oder andere Belastungen müssen sichtbar sein, damit die Woche erfolgreich gestaltet werden kann.

Ein realistisches Commitment ist wertvoller als ein optimistischer Plan.


Was passiert, wenn wir während der Woche merken, dass wir unser Commitment nicht schaffen?

Antwort

Dann wird dies frühzeitig transparent gemacht.

Ein Commitment ist kein Vertrag, sondern die bestmögliche Zusage auf Basis der verfügbaren Informationen.

Verändern sich Rahmenbedingungen, wird gemeinsam geprüft:

  • Was hat sich verändert?
  • Welche Auswirkungen entstehen?
  • Müssen Prioritäten angepasst werden?

Das Ziel ist nicht, unter allen Umständen den Plan einzuhalten, sondern verantwortungsvoll mit Veränderungen umzugehen.

Agilität bedeutet nicht, jeden Plan einzuhalten. Agilität bedeutet, bewusst auf Veränderungen zu reagieren.


Warum diskutieren wir in der Planung nicht detailliert über die Umsetzung?

Antwort

Weil die Planung der Ausrichtung dient, nicht der Detailarbeit.

Die Planung beantwortet:

  • Was wollen wir erreichen?
  • Warum ist es wichtig?
  • Worauf committen wir uns?

Die konkrete Umsetzung wird anschließend vom Team organisiert.

Die Planung schafft Orientierung. Die Umsetzung entsteht durch Selbstorganisation.


Die Weekly Planung ist erfolgreich, wenn alle Beteiligten den Raum mit demselben Verständnis von Prioritäten, Zielen und Verantwortlichkeiten verlassen.

Denn aus gemeinsamem Verständnis entsteht gemeinsames Commitment – und aus gemeinsamem Commitment entstehen verlässliche Ergebnisse.

DEEN