Generäle, die versuchen ihre Truppen vom Planungstisch einzusetzen verlieren ihre Kämpfe. Generäle, die Richtungen und Strategien vorgeben, die operativen Entscheidungen Ihren Einsatzkräften aber vor Ort überlassen, gewinnen.
Entscheidungen sollten auf der möglichst niedrigsten Hierarchieebene getroffen werden. Warum? Weil hier die Expertise direkter an der Problemstellung ist.
Was aber machen wir wenn diese Entscheidungsfähigkeit noch nicht da ist? Um diese Kompetenz auf der Teamebene zu entwickeln, gibt es eine einfache Regel: Bei dem nächsten reflexartigen Treffen einer Entscheidung, halte kurz inne. Geh in slow motion. Überlege, ob diese Entscheidung nicht jemand aus deinem Team treffen könnte. Möglicherweise denkst Du jetzt: „Ja, würde bestimmt gehen – aber es würde länger dauern – und möglicherweise nicht ganz so gut sein.“ Was aber wäre der Vorteil? Beim nächsten Mal – in einer ähnlichen Situation hast Du Zeit gewonnen. Manchmal ist die Entscheidung, die ein anderer trifft, nur anders – aber nicht schlechter. Manchmal ist sie sogar besser und man wird überrascht von einer noch besseren Idee. Natürlich kann sie auch schlechter sein. Dann aber arbeite daran, die Regeln, nach denen du besser entschieden hättest, zu vermitteln und damit tieferes Know-How zu vermitteln. Arbeite am System nicht im System. Damit Du mehr Zeit für das Wesentliche bekommst.