"Daily Stand-up Meeting"

der agile coach

Das Daily – der größte Change.

Das Daily-Stand-UP-Meeting ist für den AGILECOACH ein entscheidender Gradmesser für den Erfolg von AGILE. Ein gelungenes Daily-Stand-up-Meeting sollte so viel Spaß machen, dass sich alle Beteiligten auf dieses Tagesevent freuen.

Jeden Tag schaut man sich in die Augen und hat den intensivsten Kontakt zueinander. Die persönliche Tagesleistung wird transparent – das ist eine nicht zu unterschätzende, persönliche Öffnung und für viele eine der größten Umstellungen aus der klassischen Arbeitsweise. Dieser Change sollte behutsam begleitet werden. Das Daily-Stand-up-Meeting bedarf zunächst einiger Übung:

15 Minuten – nicht länger!

Länger andauernde Besprechungen leiden in der Regel an Fokus und Effizienz. Außerdem besteht die Gefahr, dass nicht jeder Beteiligte direkten Nutzen von der Diskussion hat und sich zurückzieht. Fehlt der Erste, ist die Disziplin kaum noch aufrechtzuerhalten.

Daher ist es wichtig, dass dieses Meeting möglichst genau 15 Minuten dauert. Diese Zeit reicht gerade dafür aus, dass jeder Einzelne die anderen darüber informieren kann, ob er das, was er sich vorgenommen hat, schafft oder nicht. 1. Was habe ich geplant? 2. Was habe ich geschafft? 3. Wo brauche ich Hilfe?

Hilfreich hierfür sind zum einen die sogenannte Agile-Uhr mit einem Ziffernblatt, das 15 Minuten anzeigt und dessen Zeiger rückwärtslaufen, eine 3-Minuten Sanduhr für die Redezeit jedes Einzelnen, das Agile-Board und die Moderation des AGILECOACH´s.

der agile coach

Das Post-Daily.

Für weiteren Bedarf an Vertiefung, vereinbaren die Teammitglieder bilaterale Gespräche für die Zeit direkt im Anschluss. Dafür wurden weitere 15 min als sogenanntes „Post-Daily“ von vornherein eingeplant. Hier verbleiben dann nur die Personen, die für die Lösung tatsächlich wichtig sind. Die anderen haben 15 min gewonnen, die sie sicher gerne sinnvoll verwenden können.

der agile coach

Gute Gefühle.

Der AGILECOACH sorgt dafür, dass sich alle Beteiligten in dieser hochsensiblen Situation wohl fühlen. Tritt zum Beispiel jemand nach vorne an das Agile-Bord, entfernt das Sticky von der Spalte Work in Progress und klebt es in die Spalte Done, dann hat derjenige in dem Moment etwas für die Teamgemeinschaft getan.
Er hat geschafft, das umzusetzen, was er sich vorgenommen hat. Das darf ruhig jeder sehen. Es bestand das Risiko, es nicht zu schaffen, sich möglicherweise zu blamieren. Dass es ihm gelungen ist, merkt man ihm an. An seiner Körperhaltung, an seinem Gesichtsausdruck und an seiner Ausstrahlung. Es ist ein gutes Gefühl – das möchte er wieder haben.

Die anderen im Team fühlen diesen Moment und denken: »Wow, das war echt gut! So möchte ich auch einmal dastehen!«.

Und sicher gibt es auch immer das Teammitglied, das sich jeden Tag zu viel vornimmt. Meistens braucht es die meiste Redezeit dafür, zu erklären, warum es etwas nicht schaffen konnte. Dieses Teammitglied hat zwei Möglichkeiten: Es nimmt sich weniger vor und lernt sich besser einzuschätzen oder es verbringt die restlichen Stunden des Tages bis zum nächsten Daily- Stand-up-Meeting konzentrierter.

Nicht jede Ablenkung, jede E-Mail, jede Anfrage eines Kollegen oder die vielen Vermeidungshandlungen müssen unbedingt bedient werden. Mit der Perspektive, jeden Tag im Daily-Stand-up-Meeting im Team Anerkennung zu ernten, bekommen die Arbeitsstunden eines Tages einen neuen Wert.

Wenn hier viel gelacht wird, ist das ein sicheres Indiz dafür, dass AGILE Wirkung zeigt und aus der Gruppe ein echtes Team wird. Um das zu fördern, moderiert der AGILECOACH das Meeting besonders in der Anfangsphase der Einführung.

der agile coach

Die „Chef-freie“ Zone.

Ein POT-Mitglied ist im Daily-Stand-up-Meeting grundsätzlich nicht dabei. Es kann in Ausnahmefällen als stiller Beobachter zugelassen werden, um den aktuellen Projektstand zu erfahren oder – falls explizit dazu eingeladen wurde – um dem Team Hilfestellung zu geben.

Dabei hilft das Bild vom „Pflaster-auf-dem-Mund“ als Guideline für den Beobachter. Bereits die reine Präsenz verändert die Situation und die Stimmung drastisch. Das Daily ist quasi die „Intim-Zone“ des Teams. Wer hier dazu kommt, sollte explizit eingeladen sein.

Gründe können sein, dass es gut ist, wenn ein Chef oder POT Interesse zeigen will, oder aber gerufen wurde, weil das Team dringend Unterstützungen oder Informationen benötigt. Dann ist die AGILECOACH – Begleitung unerlässlich.

Genau hier werden In der Praxis die größten Fehler gemacht!

DEEN