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Einigkeit im POT – bis der weiße Rauch aufsteigt.
Woran denkst Du beim Namen Konklave? Papstwahl – bis der weiße Rauch aufsteigt? Genauso ist es gemeint. Die Einigkeit im Dreigestirn aus M,T,P – Markt, Technik und Projektleiter ist entscheidend für klare Ziel im Team. Das POT hat die Verantwortung für den Überblick, das Team für die Umsetzung. Ein Konklave findet bewusst zunächst nur im POT statt. Es geht darum, vorbereitet zu sein, bevor die Diskussion mit dem Team stattfindet. Der Gleichklang aus M, T und P ist unbedingte Voraussetzung für die darauffolgende Sprintplanung mit dem Team und braucht seinen eigenen zeitlichen Raum.
Ein Product-Owner-Team muss sich in seiner Rolle finden und eine Beziehung zueinander aufbauen. Das Konklave, moderiert durch den Agile- Coach, endet mit der Frage: »Seid ihr euch einig, dass dieses Backlog aus Sicht der Gesamtplanung das Projekt zum Erfolg bringt?«. Erst wenn das sichergestellt ist, macht es Sinn mit dem Team in Kontakt zu treten.
Wie und wo konkret?
Ausgehend von einem Zwei-Wochen-Sprint trifft sich das POT beispielsweise an einem Montagmorgen um 9:00 Uhr digital oder an einem Ort, möglichst in der Nähe der Büros des Product-Owner-Teams. Zu dem hier stattfindenden Planungsritual, dem sogenannten Konklave, war keine Einladung im Kalender, keine vorbereitete Agenda, keine Raumsuche und -reservierung erforderlich. Denn das Konklave findet immer am gleichen Tag zur gleichen Uhrzeit am gleichen Ort statt, alle zwei Wochen zum Sprintbeginn. Dieses Meeting funktioniert physisch auch ohne IT-Tool‘s. Es ist easy. Die Besprechung erfolgt an einem sogenannten POT-Agile-Board. Das hängt entweder fest an der Wand oder an einer mobilen Metaplanwand. Wenn es digital erfolgt, haben grafische Tools den Vorteil von mehr Überblick und flexiblerer Nutzung.
Beispiel für ein physisches Board: In einem Unternehmen hatte man Leichtbautafeln als Fächer mit Scharnieren in einer Ecke des Raumes befestigt. Diese Fächer können wie die Seiten eines Buchs umgeklappt werden, so dass man jeweils eine linke und rechte Wandseite im 90°-Winkel gegenüber für ein separates Projekt verwenden kann.
Teilnehmer und deren Haltung.
„Wir schaffen Klarheit für das Team, damit es sich auf die Umsetzung konzentrieren kann.“
„Ich unterstütze das POT dabei, aus Komplexität Orientierung zu schaffen.“
„Ich liefere Orientierung und Informationen, nicht operative Vorgaben.“
FAQ´s.
Weil ein Team nur dann fokussiert arbeiten kann, wenn Prioritäten, Zielkonflikte und Entscheidungen nicht ständig während des Sprints entstehen.
Das Konklave bündelt diese Themen in einem festen Format.
Dadurch bleibt das Team geschützt und kann sich auf die Umsetzung konzentrieren.
Das Konklave reduziert Störungen im Sprint und erhöht den Fokus des Teams.
Weil das Konklave primär eine Führungs- und Priorisierungszeremonie ist.
Hier werden:
Das Team soll seine Zeit für Wertschöpfung und Sprintziele nutzen.
Die Ergebnisse des Konklaves werden anschließend transparent in die Sprint-Planung eingebracht.
Nein.
Das Konklave ersetzt viele ungeplante Abstimmungen, Ad-hoc-Entscheidungen und Einzelgespräche.
Es schafft einen festen Ort für Führung, Priorisierung und Stakeholdermanagement.
Dadurch werden viele andere Meetings überflüssig.
Das Konklave bündelt Komplexität, statt zusätzliche Komplexität zu erzeugen.
Weil Priorisierung eine Führungsaufgabe ist.
Das Team verantwortet die Umsetzung.
Das POT verantwortet den Nutzen und die Reihenfolge der Themen.
Beide Perspektiven sind wichtig, aber sie haben unterschiedliche Verantwortlichkeiten.
Das POT entscheidet, was wichtig ist. Das Team entscheidet, wie es umgesetzt wird.
Neue Anforderungen werden zunächst durch das POT bewertet.
Dabei wird geprüft:
Das Ziel ist es, unnötige Unterbrechungen des laufenden Sprints zu vermeiden.
Nicht jede neue Anforderung rechtfertigt eine Änderung des Sprint-Commitments.
Weil viele Risiken außerhalb des Teams entstehen.
Beispielsweise durch:
Je früher diese sichtbar werden, desto besser kann das POT reagieren.
Nicht daran, dass viel diskutiert wurde.
Sondern daran, dass nach dem Konklave Klarheit besteht:
Ein gutes Konklave endet mit Klarheit. Nicht mit neuen offenen Fragen.